FEMALE TALENT

Nathalie Thomsen

„Der Zugang zu Bildung und die Tatsache, dass ich mit so vielen Rechten geboren und aufgewachsen bin, ist nicht selbstverständlich für mich. Das Wissen, dass andere Menschen und andere Frauen nicht diese Möglichkeiten haben, treibt mich jeden Tag an.

Warum machst du den Job, den du heute machst? 

Weil ich hier mit tollen Menschen arbeiten kann. Das habe ich schon an Tag eins gemerkt und das bestätigt sich weiterhin. Die Menschen hier sind mir in vielem ein Vorbild, inspirieren mich und treiben mich weiter an. Das schätze ich sehr an der DCSO. Wenn ich nur ansatzweise andere Kolleginnen oder Kollegen auch so unterstützen, antreiben und inspirieren kann, dann freue ich mich darüber. Außerdem finde ich die Tätigkeit auch sehr schön. Ich bin zur DCSO gekommen, weil ich mich aus meiner Komfortzone getraut habe. Ich habe einen BWL-Hintergrund mit Fokus auf der Luftfahrtbranche und ich habe im Marketing in der Reisebranche gearbeitet. In der Branche, in den Tätigkeitsabläufen und mit den Menschen kannte ich mich gut aus. Doch ich wusste, dass ich mich weiterentwickeln und herausfordern wollte. Bei der DCSO bin ich zwar im Marketing geblieben, aber in einem anderen Umfeld. Wir unterstützen uns gegenseitig, um tolle Projekte voranzutreiben und um wirklich was anzupacken. Es ist ein schönes Gefühl, gemeinschaftlich an einem großen Projekt zu arbeiten. Sinn empfinden, Selbstverwirklichung und Gemeinschaft spielen da wirklich schön ineinander.  

Was ist für dich nicht selbstverständlich? 

Nicht selbstverständlich ist für mich definitiv der Zugang zu Bildung und mit so vielen Rechten geboren und aufgewachsen zu sein. Das empfinde ich als großes Geschenk und Privileg. Dass ich als Frau und überhaupt in meinem vergleichsweise noch jungen Alter die Möglichkeiten habe, die ich habe. Zu wissen, dass andere Menschen und andere Frauen auf diesem Planeten nicht die Möglichkeiten haben, die ich jeden Tag habe, treibt mich tagtäglich an.  

Welchen Ratschlag möchtest du gerne anderen Frauen mit auf den Weg geben? 

Offen für Neues zu sein. Sich auch Dinge zuzutrauen, bei denen man Vorbehalte hat und sich nicht hundertprozentig sicher ist. Ich bin ein Mensch, der diesen hundertprozentigen Anspruch an sich selbst hat. Aber es lohnt sich, auch mal bei 70, 80 oder 90 Prozent zu sagen: Ich probiere das jetzt aus. Dabei wächst man über sich hinaus und lernt eine Menge dazu. Als ich einen hart umkämpften Studienplatz bekommen habe, wurde der Studiengang wenig später von der Uni gestrichen. Das war ein Moment, in dem ich gezwungen war, eine Entscheidung zu treffen, die ich mir nicht ausgesucht habe. Die Erkenntnis, dass ein noch so guter Plan – sei es für das Leben und für eine gewisse Zeit – nicht aufgehen kann, war wichtig für mich. Wenn Vorbereitungen nicht funktionieren, muss man einfach offen sein für neue Möglichkeiten. In meiner Situation hat mir mein soziales Umfeld und genügend Zeit für Selbstreflexion geholfen. Heute stelle ich mir die Frage, was gekommen wäre, wenn ich an der Kreuzung nach links anstatt rechts abgebogen wäre, gar nicht mehr. Ich bin sehr glücklich und zufrieden, so wie es gekommen ist.  

  • Heute: Marketing Managerin bei der DCSO

  • BWL-Studium mit Fokus auf die Luftfahrtbranche