FEMALE TALENT

Eliza Danila

Wir Frauen sollten uns mehr trauen, unsere Leistungen wertzuschätzen. So viele Frauen sind aus Höflichkeit oder Bescheidenheit selbstkritisch und stellen ihre Erfolge als selbstverständlich dar. Lasst uns das ändern!

Was war die beste Entscheidung in deiner beruflichen Laufbahn bisher? 

Im Zweitstudium Informatik zu studieren, war auf jeden Fall die beste Entscheidung. Ich habe ursprünglich Politikwissenschaft studiert und zweieinhalb Jahre in einem Unternehmen gearbeitet, das gegen Wirtschaftskriminalität vorgeht. Die Arbeit in diesem Bereich schien mir aber mit vielen Kompromissen verbunden zu sein. Mir wurde oft vermittelt, dass ich meine Schwächen unbedingt in Stärken umwandeln muss, um erfolgreich zu werden. Dieser Fokus auf das Negative hat mich sehr verunsichert. Bei der DCSO durfte ich feststellen, dass sich in unserer Branche niemand für meine Schwächen interessiert und dafür die Stärken viel mehr geschätzt werden.  

Was konntest du bisher aus deiner Arbeit bei der DCSO für dich mitnehmen? 

Bevor ich zur DCSO gekommen bin, dachte ich, ich sei nicht gut genug. Meine Schwäche ist es zum Beispiel, Präsentationen zu halten. In der DCSO habe ich aber sehr viel Anerkennung für meine Arbeit erfahren. Das hat meine Selbstwahrnehmung zum Positiven verändert. In der DCSO zu arbeiten, macht mir super viel Spaß. Trotz Homeoffice funktioniert unsere Kommunikation sehr gut. Auf Slack fällt zwischendurch auch mal der eine oder andere Witz, was den Alltag einfach entspannter macht. Das Team hält zusammen, alle sind sehr hilfsbereit und unser Chef setzt sich immer für uns ein. Meine Meinung war von Anfang an genauso wichtig und mein Wissen wurde genauso geschätzt wie das der Seniors. Dadurch habe ich gelernt, dass ich mich nicht vergleichen muss, weil wir alle unterschiedliche Startvoraussetzungen haben. Seit ich das erkannt habe, bin ich viel entspannter und zufriedener. Und genau das strebe ich auch in meinem Leben an.  

Was können andere Menschen von dir lernen? 

Ich habe aus der Erfahrung sehen können, dass viele Männer ihre Leistungen eher überschätzen, während viele Frauen ihre Leistungen eher unterschätzen. Männer gehen selbstbewusst mit ihrer Leistung um. Frauen dagegen sind bei gleicher Leistung oft selbstkritisch, unzufrieden und suchen nach einem Fehler bei sich selbst. Ich habe für mich entschlossen, dass ich das nicht möchte. Ich möchte meine eigene Leistung auch selbst erkennen und nicht zu kritisch mit mir sein. Wir Frauen sollten uns mehr trauen, unsere Leistungen wertzuschätzen. So viele Frauen sind aus Höflichkeit oder Bescheidenheit selbstkritisch und stellen ihre Erfolge als selbstverständlich dar. Lasst uns das ändern! 

 

  • Heute:
    Lead Analystin Internet Exposure Monitoring

  • Erststudium: Politikwissenschaft
    Zweitstudium: Informatik