FEMALE TALENT

Anne Friedrich

Kinder inspirieren mich mit ihrer Art, Freundschaften zu schließen. Erwachsene können viel von diesem zwischenmenschlichen Zutrauen lernen. Uns auch mehr an die Hand nehmen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Wer oder was inspiriert dich? 

Kinder inspirieren mich mit ihrer Art, die Welt anzunehmen. Meine 17-jährige Tochter hat schon ein großes Verständnis für die Klimakrise entwickelt. Ich möchte meinen Kindern diesen Weg auch zeigen und bin deshalb viel umweltbewusster geworden, vor allem was meine Ernährung betrifft. Bei Lebensmitteln achte ich sehr auf Regionalität. Deshalb haben wir zu Hause auch Hühner. Angefangen habe ich im Frühjahr mit drei Küken und einem Hahn. Die Hühnerhaltung finde ich wahnsinnig faszinierend. Mir geht es aber nicht nur um den Nutzen der Hühner selbst. Ich will ihnen auch eine artgerechte Haltung schenken. Man kommt außerdem so wunderbar herunter, wenn man die Tiere beim Gackern und Eierlegen beobachtet und die Gedanken schweifen lässt. Dann ist man entspannt und mit sich selbst im Reinen. Außerdem inspirieren mich kleine Kinder mit ihrer Art, Freundschaften zu schließen. Wenn sich Kinder an die Hand nehmen, damit alle im Kreis stehen oder Ringelreihen tanzen. Erwachsene können viel von diesem zwischenmenschlichen Zutrauen lernen. Uns auch mehr an die Hand nehmen – im wahrsten Sinne des Wortes. Daraus lässt sich auch viel Kraft schöpfen. Deswegen inspirieren mich Kinder. 

Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass du nicht scheitern kannst? 

Dann würde ich gerne meinen Pilotenschein machen. In meiner Vorstellung ist der Moment des Landeanflugs, wenn das Flugzeug der Erde immer näherkommt, angsteinflößend. Oder wenn man das erste Mal ohne einen Fluglehrer fliegt. Ich glaube, das ist ein Punkt, der viel entscheidet. Der Gedanke, oben in der Luft zu sein, gefällt mir aber.  

Was war die größte Überraschung, die du in den letzten Monaten erlebt hast? 

Meine größte Überraschung war, dass man auch im Home Office arbeiten kann und dort seine komplette Leistung erfüllt. Ich habe bereits vor der Corona-Pandemie von zu Hause aus gearbeitet. Aber die letzten Monate haben nun auch offiziell bewiesen, dass man wirklich nur in Ausnahmefällen ins Büro muss. Wir haben uns diesbezüglich bei der DCSO sehr gut organisiert. Für mich spielt da auch der Umweltgedanke eine wichtige Rolle, wenn man so will. Schließlich spart man durch das Home Office eine Menge Sprit. Ich finde es immer wieder schön, dass man in der heutigen Zeit so arbeiten kann. 

 

  • Heute:
    Service Managerin bei der DCSO

  • Diplom-Wirtschafts-informatikerin, strukturierte Problemlöserin und passionierte Hühnerhalterin